Lagerhopping der Rover (28.07.-03.08.2018)

Erschienen am in Fahrt, Lager, Rover

Roverstufe

Roverstufe

Die Roverstufe ist die rote Stufe und für alle zwischen 16 und 21 Jahre. Ab 21 Jahren gehört man zu den "Altrovern" und ist meist schon Teil der Leiterrunde.
Bei uns im Stamm hat es sich etabliert, dass beim Stufenwechsel von Pfadis zu Rovern eine neue Roverrunde eröffnet wird. So hatten wir bisher schon fünf Roverrunden: First Ladies, MIILKAS, Die durchgeknallten Dritten, Schelle, 5. Roverrunde (bisher ohne Namen)

 

„Komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand“

Das schwirrte unseren drei Rovern des öfteren im Kopf herum, während sie von Lager zu Lager wanderten. Wir, Finn, Thomas und Lucy, entschieden uns dieses Jahr für ein „Lagerhopping“, sprich von Lager zu Lager zu laufen. Einer der ausschlaggebenden Punkte war, dass die Wö- und Jupfileiter Versprechen abnehmen wollten und Thomas als Stammesvorstand anwesend sein sollte. So starteten wir also am Samstag, dem 28. August im Pfarrzentrum und liefen über Wittnau, später auf dem Bettlerpfad entlang nach Staufen. Als wir dort ankamen, waren wir mit den Kräften am Ende und freuten uns auf das Grillen mit den Jupfis. Nur Finn sah die Sache etwas kritischer. Das könnte daran gelegen haben, dass wir entschieden hatten uns während der Sommerlagers vegan zu ernähren.

Nachdem wir unsere Hängematten nicht ganz so vertrauensvoll aufgehängt hatten (Thomas war sich seiner Sache sicher), wurde es ruhiger und traditionell wurde einem der Jupfis ihr Versprechen abgenommen, welches anschließend mit Liedern am Lagerfeuer gefeiert wurde. In der Nacht, als alle fest schliefen, wachte Thomas schlagartig auf. Der Grund war, dass ein Knoten an seiner Hängematte durchrutschte und er Bekanntschaft mit dem Boden machte.

Am nächsten Morgen frühstücken wir noch gemeinsam mit den Jupfis, packten unser Zeug und liefen weiter, obwohl wir am vorherigen Abend noch überlegten zurück nach Freiburg zu fahren und den Rest der Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Jedoch hatten wir uns gegen die „Radtour“ entschieden und lediglich die Route nach Sitzenkirch (zu den Wös) aufgrund der Hitze und der überschätzen Kraft umgeplant. So liefen wir statt über den Berg um den Berg herum. In der täglichen Morgenreflektion über den Tag zuvor, zeigte sich unsere Positivität und Motivation. Selbst Finn sagte: „ Das Essen war gestern auch echt geil, dafür, dass es vegan war.“ So ging es für uns mit vielen Snacks, die an Bäumen am Wegesrand hingen, und Dextro-Energy weiter. Es wurden einige Pausen gemacht und viel gelacht. Vor allem verdeutlichte sich der zweite Satz des Liedzitates am Anfang. Unseren zweiten Schlafplatz fanden wir im Wald etwas oberhalb von Britzingen mit Wiese und einer umwerfenden Aussicht davor.

Natürlich wurden erst wieder die Hängematten aufgehängt und anschließend gekocht. Im Sonnenuntergang wurde dann unser Curry mit Bulgur genossen und wir ließen den Abend noch schön ausklingen. Als wir am nächsten Tag im Treff einkaufen waren, gab es zwei tolle Überraschungen, für Lucy eine Einhornzeitschrift (mit aufblasbarem Mini-Einhorn) und für Finn ein „Schinkenbrot“ (ein normales Brot welches lediglich Schinkenbrot hieß(Ba-dum-tss)). Später am Tag entschlossen wir nur bis nach Obereggenen (Nachbarort von Sitzenkirch) zu laufen und die letzten Asphaltkilometer mit dem Bus zurückzulegen. Während wir auf den Bus warteten und zu Mittag aßen, flogen über uns etwa 10-12 Störche her. Ein toller Anblick!

Als wir bei den Wös ankamen freuten diese sich sehr und auch in unseren Gesichtern lag ein zufriedenes Lächeln, als wir unsere Rucksäcke ablegen konnten. Wir hörten den Wös, die uns aufgeregt von ihren letzten Tagen erzählten, zu. Kurz vor dem Essen gingen wir noch kurz in den Bach neben dem Lagerplatz, kühlten uns ab und gaben unser neue Namen. Tommy hieß von nun an Rosa, Lucy war bekannt als Blue und Finn hörte nur noch auf Vanilla. Denn das waren die drei Einhörner aus Lucys Zeitschrift. Nach dem Abendessen bereiteten wir uns auf das zweite Versprechen vor, welches auch sehr traditionell ablief und feierten die im Anschluss mit Witze erzählen und einer Chai-Beschwörung am Lagerfeuer. Da wir keine Lust hatten unsere Hängematten in der Nacht aufzuhängen, verbrachten wir diese Nacht auf der Wiese unterm freien Sternenhimmel. Richtig Rovermantisch!.

Am letzten Tag unserer Wanderung ging es nach Schliengen, wo wir dann in den Zug einstiegen und nach Ringsheim fuhren. Dort holte uns Samuel ab und brachte uns nach Kippenheim, wo die Pfadis ihr Lager aufgeschlagen hatten. Wir waren sehr froh als wir ankamen, denn hier hörte unsere Wanderung auf. In 4 Tagen waren wir knapp 60 km gewandert.

Schnell waren die Hängematten aufgehängt und die Beine hochgelegt. Wir verbrachten unsere letzten drei Tage und faulenzten mit den Pfadis auf dem Lagerplatz, gingen ins Schwimmbad, sangen bis spät in die Nacht am Lagerfeuer und lachten viel gemeinsam. Alles in einem gesagt: ein sehr gelungenes Lager!

Bericht von Lucy