Sommerfest Schwarzer Adler

Erschienen am in Lager, Pfadfinder, Rover, Stamm, Wölflinge

Ron Stendel

Ron Stendel

Ist 2006 als Wölfling in den Stamm gekommen. Er hat mit dem Leiten in der Pfadfinderstufe begonnen und leitet nun seit gut zwei Jahren die Wölflinge, inzwischen zwei Meuten.

 

 

„Heute fährt die 18 bis nach Istanbul, Istanbul, Istanbul…“ und in der 18 sitzen (bzw. stehen/liegen/lungern) sechs junge Leute mit einigen Rucksäcken, die aufgrund ihrer Größe gut für eine Fahrt bis Istanbul geeignet wären! Die Bahn erkämpft sich rüttelnd und knirschend Kilometer um Kilometer. Das Gefühl von weit zurückgelegter Strecke wird verstärkt durch zahlreiche liebevoll von der Elektro-Dame vorgestotterten Haltestellen und der pimpfenbedingt sehr häufigen Nachfrage: „wie viele Haltestellen noch?“. Beim darauf folgenden Blick auf die Liniengrafik der KVB wurde dann deutlich, dass wir zwar noch weit fahren, aber nicht bis Istanbul, sondern nach Thielenbruch.

Vom 15.06.2018-17.06.2018 haben wir die Schwarzen Adler bei ihrem Sommerfest in Köln-Dellbrück besucht. Dazu haben wir uns am Freitag um 12:50 am Rittersport-Turm in der Freiburger Bahnhofshalle getroffen. Kohtenbahnen, Hordentopf und weiteres Lager-Sammelsurium wurde verteilt und dann machten wir es uns im Türbereich unseres Intercitys nach Köln „bequem“. Bei der Fahrscheinkontrolle haben wir vom freundlichen Schaffner die Möglichkeit bekommen, mit unseren Billigtickets in Mannheim den hochwertigen ICE zu nehmen, da unser Intercity schon überbucht war. So wurden wir in Mannheim durch gröhlende Sportfreunde ersetzt und setzten uns in den Türbereich des ICE. Nachdem die nervige Innentür außer Gefecht gesetzt war, genossen wir die weitere Fahrt. Diese fand dann in Thielenbruch ihr Ende. Wir stiegen aus und bewunderten den Parkettboden des Bahnhofs. Draußen hatten wir zunächst Spaß mit der großen, drehbaren Marmorkugel eines Brunnens, bevor wir der sehr guten Beschilderung zum Adlerhorst folgten und mit jedem Schild wuchs die Vorfreude exponentiell!

Am Adlerhorst begrüßten wir die Adler und bauten auf der gegenüberliegenden Wiese unsere Kohte auf. Vom Hunger angetrieben ging es dann zusammen mit einem weiteren hungrigen Adlerhorstbesucher zum örtlichen Rewe, um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Beim Kontakt mit einem Einheimischen erfuhren wir etwas über die Region und wissen nun, dass Janas Augen an Coca-Cola aus früherer Zeit erinnern.

Zurück im Adlerhorst aßen wir und erkundeten etwas das Gelände.

„Wohl über Erde, Wald und Feld“

So wurden wir am nächsten Morgen von den Adlern geweckt. Wir setzten uns zum Frühstück dazu und machten von uns wohl bekannten Waschstellen Gebrauch und gingen im Wald spazieren. Ein nah gelegener Spielplatz hielt uns in seinem Bann und wir ließen uns zum gemeinsamen Singen nieder.

Nach einiger Zeit kamen zwei Pimpfe des Laninger Wandervogels mit großem Wuschelhund dazu. In der Zeit, wo die Laninger ihr Lieder-Leporello holten, beschäftigte sich Freyja intensiv mit dem Hund (ebenso auch andersherum) und danach sangen wir einige gemeinsame Lieder mit den Laningern. Dann gingen wir, nach Festbeginn um 15:00, zum Flohmarkt, wo dann auch Richard zu uns gestoßen ist. Im weiteren Tagesverlauf hörten wir die schönen Lieder der Adler beim Vorsingen. Es wurden einige Lieder gemeinsam vorgetragen, dann sangen Mädel- und Jungenschaft ihre Lieder vom Rheinischen Singewettstreit. Später wurde mit dem Auftanz der Volkstanz eingeleitet. Begleitet von den Musikern, wurde fröhlich Polka getanzt und das hörte auch nicht auf, als der Platzregen kam. Neben dem Tanzen gab es unter anderem auch Herstellen von Kräutersalz oder Pimpfenfechten. Es gab eine Diashow mit beeindruckenden Fahrtenbildern und eine Photoausstellung. Es gab Kuchen und Grillgut, zu erhalten durch Wertmarken. Es gab eine turbulente Seilbahn im angrenzenden Wald. Irgendwann fanden wir uns nass unter dem Jurtendach am Lagerfeuer ein. Der Abend und die Nacht wurde singend verbracht.

Am nächsten Morgen standen wir früher auf, da wir einen Zug zu erreichen hatten. Wir frühstücken und machten uns zum Abschied bereit. Der Rückweg war ein sehr langer, da wir mit Regionalzügen fuhren und bis zum Pfadiheim sieben Umstiege hatten. In der Straßenbahn saß noch ein DPB-Stamm und wir sangen gemeinsam. Als die Blechtante uns den Hauptbahnhof ankündigte, hieß es schon bald, sich von Richard zu verabschieden. Die weitere Fahrt verbrachten wir auch singend.

Abends beendeten wir das Lager müde mit unserem Abschiedslied „Nehmt Abschied Brüder“ und konnten auf eine schöne Zeit mit Kontaktpflege, Knüpfen neuer Kontakte und Erleben großartiger Gemeinschaft zurückblicken. Es war schön bei den Adlern und wir alle möchten gerne wiederkommen.

Teilgenommen haben Freyja (Wölflinge), Emi, Jana und Natalie (Pfadfinder), Finn (Meutenhelfer), Richard und Ron.

Bericht von Ron