Burning Marshmallow 08.-10.09.2017

Erschienen am 14. September 2017 in Lager

Thomas Gröschel

Thomas hat im Jahr 2000 als Wölfling im Stamm angefangen und ist seit 2009 Teil der Leiterrunde. Nach fünf Jahren Pfadfinderleitung ist er nun aktuell als Leiter bei den Rovern und seit 2012 auch im Stammesvorstand aktiv.

 

Mit dem Burning Marshmallow Lager geht für mich eine Ära zu Ende, an die ich mich noch lange Zeit voller Freude erinnern werde. Denn nach einer gemeinsamen Zeit von fast acht Jahren war es nun Zeit für den bittersüßen Abschied als Leiter in der 4. Roverrunde „Schelle“. Hierfür lud ich die Schellebande auf ein letztes Wochenendelager in der Roverhorst ein, welches unter dem Motto Burning Marshmallow an die gemeinsam erlebte Zeit erinnern sollte.

Doch was hat ein verbrannter Marshmallow damit zu tun?

In jeder Gruppe und besonders bei den Rovern, entstehen über die Zeit gewisse Rituale oder Kultobjekte, welche die Gruppe miteinander verbindet. Auch innerhalb der Schellebande gab es diese Teilweise seeehr absurde Rituale und eben, das wohl älteste Kultobjekt der Runde, den brennenden Marshmallow. Dieser stammt noch aus der gemeinsamen Pfadizeit, als wir ein Wanderlager abbrachen und dafür im heutigen Roverhorst unsere Zelte aufschlugen. Wir wurden wegen dieses Abbruchs oft von den anderen Trupps belächelt, aber im Endeeffekt war es DAS Lager, dass schon damals den Trupp zusammengeschweißt hat. Nun ja, da es auf diesem Lager Unmengen von Marshmallows gab, welche auch des Öfteren Feuer fingen, entstand das Kultobjekt des brennenden Marshmallows. Es ist ein Symbol das an die gemeinsame entspannte Zeit sowie an viele Lagerfeuerabende erinnert und seitdem auch immer mal wieder auf Lagerabzeichen oder auch auf dem Roverpullover zu finden ist.

Genug von den Erklärungen um die wirkliche tiefe Bedeutung des brennenden Zuckerschaums und hin zu den Ereignissen auf dem Lager.

Wie so oft trudelten die Rover einzeln mit Verspätung ein. Ich sollte es mittlerweile gewohnt sein, aber dennoch schlug es mal wieder etwas auf die Stimmung. Jammern hilft bekanntlich nichts und so wurde halt schon mal die Tomatensoße für das Essen angesetzt und köcheln gelassen. Inzwischen waren auch schon die ersten Rover angekommen und die Jurte konnte gestellt werden. Da man einen Rover bekanntlich nicht hetzen soll, dauerte das natürlich auch seine Zeit und die Stimmung wurde von Minute zu Minute angespannter. Hungrige Rover sind wirklich nichts angenehmes, aber zum Glück gab es flott essen. Naja, nicht ganz, denn an dem Tag war irgendwie der Wurm drin und das Nudelwasser wollte nicht kochen. Irgendwann war es dann so weit und es gab eine ordentliche Portion „Late Night“-Spaghetti für jeden Rover. Die Gemüter beruhigten sich und so konnte man noch einen entspannten aber auch kalten Abend verbringen.

Der nächste Morgen brachte neben Wind auch einige Regenwolken mit sich, sodass der Plan vom entspannten Dreisamchillen ins Wasser fiel. Beim Frühstück wurde über diverse Alternativpläne diskutiert und sich anschließend für einen Vormittag mit Schwarzlichtbowling entschieden. Also ab zum Schwarzlichtpark und erst mal schön die bunten Bowlingkugeln über die Bahn sausen lassen. Da es dort auch noch verschiedene andere Möglichkeiten gab, um sein Geld zu verschwenden, wurde dann auch noch gemeinsam am Airhockey oder Flipper gezockt. Schon komplett zerstört von dieser ganzen Action ging es zurück zum Horst, wo bereits ein lecker Kuchen auf die Rover wartete. Parallel zum Kuchenschlemmen gingen die Vorbereitungen für das abendliche Grillen los. Ein Salat hier, ein Salat dort und im Nu war alles gerichtet. Stark, Zeit zum Chillen!  Es bildete sich eine kleine Singrunde, bevor es endlich Essen gab. Zum Grillen braucht man wenig zu sagen – Lecker war’s!

Als es die Nacht über dem Roverhorst hereinbrach, war es Zeit für den brennenden Marshmallow. Über eine spiralförmige Holzrampe wurde ein überdimensionaler Strohmarshmallow entzündet und es folgte ein Austausch von emotionalen und netten Worten und Abschiedskarten bevor es, nach einer kleinen Diashow mit Fotos aus den vergangen 8 Jahren, zur gemeinsamen Abschiedsfeier ging.

Am Sonntag war das Programm noch entspannter als am Tag zuvor. Frühstück – Sonnenbaden (ja, es schien tatsächlich die Sonne!) – Mittagessen – Abbau. Spannendes Programm.

Nach diesem Wochenende mit viel Entspannung und einem wunderbaren Abschied freue ich mich darauf die meisten der Schellebande demnächst in der Leiterrunde wieder zu sehen und weiterhin als Freunde zur Seite zu haben.

 

Mit dabei waren Tabea, Ron, Carlo, Niko und Joschka

 

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