Bezirkslager (31.07.-09.08.2017)

Erschienen am in Lager, Stamm

Thomas Gröschel

Thomas hat im Jahr 2000 als Wölfling im Stamm angefangen und ist seit 2008 Teil der Leiterrunde. Nach fünf Jahren Pfadfinderleitung ist er nun aktuell als Leiter bei den Rovern und seit 2012 auch im Stammesvorstand aktiv.

 

Bereits das ganze Jahr über freuten wir uns auf das diesjährige Sommerhighlight: Das Bezirkslager. Es sollte ein ganz besonderes Lager werden, nicht nur weil sich knapp 300 Pfadfindern aus dem Bezirk angemeldet haben, sondern uns schon vorab eng mit unseren Pfadifreunden aus Staufen und Emmendingen verknüpften. Doch bevor wir gemeinsam die Zelte teilten, stand die Anreise auf dem Plan. Von Freiburg ging es mit Reisebussen in das nahe gelegene Elsass auf die ehemalige Alm „Schildmatt“. Die Busse konnten uns nicht direkt zum Lagerplatz fahren und so standen noch knapp zwei Kilometer zwischen uns und dem Platz

Auf dem Platz angekommen, stand zuerst der Zeltaufbau auf dem Plan und anschließend einige kleine Aktionsspiele, bei denen wir die anderen Pfadis kennenlernen konnten. So bildeten sich die ersten kleinen Gruppen, welche die Freizeit bis zum Essen gemeinsam nutzten, um unter anderem auch die ersten Lagerbauten (Sitzbänke) zu errichten.  Am ersten Abend gab es auch direkt die offizielle Lagereröffnung durch die Lagerorganisatoren und die Bezirksvorstände, bevor es in unserer Gemeinschaftsjurte einen netten Lagerfeuerabend mit Gesang und netten Unterhaltungen gab.

Am ersten Lagermorgen gab es nach dem Frühstück die erste Bezirksmorgenrunde, an der alle Lagerteilnehmer da waren. Neben einigen Infos der Lagerleitung und dem Ausblick, was am heutigen Tag auf den Plan steht, sollte es auch jeden Tag einen kleinen Impuls geben, welcher von jeweils einem Stamm vorbereitet wurde. Fast nahtlos ging es nach der Morgenrunde mit den Workshops weiter. Die Kinder teilten sich in kleine Gruppen auf und könnten über den ganzen Lagerplatz und im angrenzenden Wald Workshops zum Thema „Überleben in der Wildnis“ machen. Salbenherstellung, Feuer machen oder, wie bei uns, Biwak bauen. Unsere Biwakexperten Carlo und Thomas schnappten sich zwei Hängematten, suchten sich ein schönes Plätzchen im Wald und warteten gemütlich auf die ersten Interessenten. Nach der Mittagspause gingen die Workshops zwar noch weiter, jedoch war bei vielen schon die Luft etwas draußen und so wurde auch sehr viel im Schatten entspannt. Nach dem Abendessen wurde das Lagerfeuer für einen weiteren Lagerfeuerabend vorbereitet. Das Feuer brannte bereits, die Gitarre und Kazoos wurden schon kräftig gespielt, als ein heftiger Regen einsetzte. Da wir unsere Seitenwände nicht an der Jurte hatten, stürmten viele Pfadis zu uns unter das schützende Dach, wodurch unsere Singrunde mit einem Schlag das ganze Zelt füllte.  Als der Regen schwächer wurde, verzogen sich einige der Gäste wieder in Richtung Lagerkneipe oder eigenen Zeltplatz.

Am nächsten Morgen gab es dann wieder Sonnenschein, Frühstück und Morgenrunde, bevor ein Stammestag auf dem Plan stand. Die Staufener wanderte zusammen mit einigen Kids aus unserem Stamm zum nicht weit entfernten Lac Verde. Der Rest auf dem Lagerplatz nutzte die Zeit für weitere Lagerbauten, Spiele oder einfach für ein Sonnenbad. Mittags könnten sich die Kinder in der Lagerkneipe nicht nur Süßigkeiten kaufen, sondern auch tolles selbst gemachtes Eis oder Slushis. Am Nachmittag kam die Seegruppe etwas erschöpft aber glücklich wieder am Lagerplatz an.

Nach dem Abendessen hielten die Pfadis aus Staufen ihre Versprechensfeier ab und wir durften als Gast dem Ganzen beiwohnen. Es war definitiv ein schöner Abend mit einem wunderbaren Einblick in die Stammestradition von anderen Pfadfindern. Nach der Versprechensfeier gab es noch einen Tschai, Knabbereien und eine weitere Singerrunde am Lagerfeuer.

Lagertag 4 und 5 waren die ersten beide von drei Stufentagen und standen so im Zeichen der jeweiligen Stufenfarben. Am ersten Stufentag bauten die Wölflinge Hütten im Wald und hatten anschließend noch Workshops. Die Jungpfadfinder machten eine kleine Wanderung und nachmittags ein Geländespiel. Die Pfadistufe baute den ganzen Tag an einer doppelstöckigen Jurte, während die Rover den kompletten Tag auf Wanderung waren. Der zweite Stufentag startete für die Wölflinge mit weiteren Workshops und einem Stationenlauf. Bei den Jungpfadfindern standen eine zweite kleine Wanderung und ein weiteres Geländespiel auf dem Plan.  Die Pfadfinder bauten weiter an ihrer Jurte und ihrer Inneneinrichtung. Die Rover bauten direkt neben den Pfadis ihre Roverlounge mit Pool, Sitzbänken und einer Saunajurte (welche jedoch nie in Betrieb ging).

Da sich bei den Stufentagen auch die Leiter miteinander vernetzten, lief das Abendprogramm meist in der Lagerkneipe bei einem gemeinsamen Pubquiz oder einem Vortrag von Energieexperten ab.

Am Samstag ging es mit dem Bezirksprogramm und einem Postenlauf weiter. Man merkte auf dem Platz auch, dass viele Leiter, welche nur am Wochenende konnten, zu Besuch waren. Bei uns kamen Alexander, Richard und unser Kurat Andreas zu Besuch, da wir an diesem Abend unsere Versprechensfeier geplant haben. Das Wetter war leider recht instabil, sodass wir kurzfristig das Versprechen in die Jurte verlegt haben. Bei den Wös legte Eliah sein Versprechen ab, bei den Jupfis die Emma , bei den Rovern der Joschka und von den Leitern unser Ron.

Bei einer weiteren Lagerfeuerrunde wurden die Versprechen bis spät in die Nacht gefeiert, was weniger tragisch war, da wir am nächsten Tag wieder einen Stammestag hatten, an dem wir einfach später aufgestanden sind. Nach der Morgenrunde gab es einen Brunch und genug Zeit um die Kraftreserven aufzufrischen oder auch die noch vorhandene Kraft bei Rennspielen einzubringen.

Am Montag gab es den dritten und letzten Stufentag mit großen Geländespielen bei den Wölflingen und Jungpfadfindern. Die Pfadis bauten ihre Jurte ab und nutzen die restliche Zeit für Gruppenspiele. Bei den Rovern stand ein Kubbturnier und der anschließende Abbau der Lounge auf dem Plan. Abends gab es dann keine große Lagerfeuerrunde mehr, da man langsam aber sicher die Müdigkeit bei allen merkte.

Der vorletzte Lagertag beinhaltete ein großes Bezirkslagerspiel, bei dem es, dem Motto entsprechend, darum ging, ein Atomkraftwerk abzuschalten. Da alle Teilnehmer spielten zusammen und das auch echt gut, so war das ganze Spiel schon am frühen Mittag vorbei. Die Zeit und das doch noch trockene Wetter nutzen wir, um bereits die ersten Zelte abzubauen. Nach dem Abschlussevent und einem bunten Abend (unser Stamm war komplett auf der Bühne und stimmt den DV Schlager „Körperteileblues“ an), gab es in der Lagerkneipe noch eine Abschlussparty, bevor wir alle (Staufen und unser Stamm) gemeinsam in der Jurte übernachteten.

Da die Busse am letzten Tag bereits um 14 Uhr zurückfuhren und wir noch zum Bus laufen mussten, wurden die restlichen Zelte noch zügig abgebaut und nach einem Gruppenfoto ging es zurück nach Freiburg. Dort angekommen gab es noch mit unseren Freunden aus Staufen und Emmendingen einen Abschlusskreis und eine herzliche Verabschiedung.

Die zehn Tage Bezirkslager gingen gefühlt nicht nur zu schnell vorbei, sondern waren auch voller toller und spaßiger Ereignisse und ein schöner Ort um neue Freundschaften zu knüpfen.