Friedenslicht 2016

Erschienen am 18. Dezember 2016 in Aktion

Ron Stendel

Ron Stendel

Ist 2006 als Wölfling in den Stamm gekommen und leitet nun nach einem Jahr in der Pfadfinderstufe die Wölflinge.

 

Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit, wurde auch dieses Jahr wieder auf der ganzen Welt von Pfadfindern das Friedenslicht aus Bethlehem verteilt. Es ist ein Symbol des Friedens, der Freundschaft und der Verständigung. Das Licht wurde von einem Kind in Bethlehem entzündet und ging dann (mit Sondergenehmigung) im Flugzeug nach Wien auf Reise. In Wien wurde es in der zentralen Aussendungsfeier in die Welt geschickt. Für unseren Diözesanverband haben es zwei Pfadfindermädels per Nachtzug nach Karlsruhe gebracht, wo es unsere Leiterrunde dann am 11.12. für unsere Gemeinde abgeholt hat.

Wir trafen uns morgens um kurz vor elf am freiburger Hauptbahnhof und fuhren, natürlich mit Kerze und Laterne, Karlsruhe entgegen. Beim Umstieg in Offenburg trafen wir schon auf eine große Anzahl von Pfadfindern aus verschiedenen Bünden, alle mit Laterne oder den vorschriftsmäßigen Eimern in der Hand. Es war sehr spannend, wie der Anteil der Pfadfinder im Zug stetig wuchs, je näher wir Karlsruhe kamen. In Karlsruhe machten wir einen schönen Spaziergang in die Stadt und trafen auf dem Weihnachtsmarkt bekannte Gesichter in Kluft, mit denen wir etwas plauderten. Dann ging es endlich in die Kirche.

Dort war alles randvoll mit Pfadfindern und an den Wänden hingen die Banner der anwesenden Bünde. Die Pfadfinderband gab den musikalischen Beitrag zum Aussendungsgottesdienst, an dessen Ende das Friedenslicht durch die Reihen gegeben wurde. Jeder Stamm konnte nun die mitgebrachten Kerzen daran entzünden.

Nach dem Gottesdienst standen wir noch vor der Kirche und tranken Tschai am Lagerfeuer, das ein örtlicher VCP-Stamm freundlicherweise organisiert hatte. Dafür gab es eine große Feuerschale, die auf einer Holzpalette stand. Wieso diese Palette bald lichterloh brannte (und damit die Funktion der Feuerschale in Frage stellte), wurde beim Blick in das Feuer klar: Die Feuerschale hatte ein großes kreisrundes Loch in der Mitte…

Gut aufgewärmt machten wir uns mit Laterne und Licht auf den Rückweg. Die Bahn hatte uns eine Sondergenehmigung für den Transport in ihren Zügen gegeben. Während der Schaffner sich über uns freute, bedachten jedoch einige zivile Fahrgäste, uns auf dem Boden sitzende und Karten spielende „Feuerhorde“, mit Skepsis. Viele freuten sich aber auch und wussten bescheid, weil sie es im Radio gehört hatten. Zurück in Freiburg gaben wir das Licht noch an einen Stamm weiter, der selbst nicht nach Karlsruhe fahren konnte und verabschiedeten uns dann.

Das Licht wurde innerhalb der nächsten Woche, unter Verbrauch vieler Kerzen, von der Leiterrunde aufbewahrt. Am darauf folgenden Sonntag war dann der Friedenslicht-Gottesdienst in der Gemeinde. Die Pfadis trafen sich bereits um 8:30 am PC, um ihren Kuchenverkauf und die Ausgabe der Friedenslichtkerzen vorzubereiten. Diese wurden vor und nach dem Gottesdienst in der Annakirche ausgegeben, sodass die Leute sich das Licht mit nach Hause nehmen konnten. Im Gottesdienst zündeten wir mit unserem Licht die Kerze auf dem Adventskranz an.

Nach dem Gottesdienst räumten die Pfadis auf, während zwei Leiter zum Gottesdienst in der Johanneskirche gingen, um auch dort den Adventskranz und die Dauerkerze der Kirche leuchten zu lassen. Dort wird das Licht auch noch bis Weihnachten brennen.

Nun ist das Licht in der ganzen Welt verteilt und erleuchtet diese noch eine Weile. Das neue Jahr möge überall ein friedliches werden! Gewalt und Terror sollen keinen Weg finden!

Teilgenommen haben aus der Leiterrunde Simon M., Ronja S., Thomas G., Richard B. und Ron S., von den Pfadis Finn B. und Lucy D. und von den Jupfis Adriana K.

Bericht von Ron.

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