Nikolausjagd (03.12.16)

Erschienen am 3. Dezember 2016 in Aktion

Ron Stendel

Ron Stendel

Ist 2006 als Wölfling in den Stamm gekommen und leitet nun nach einem Jahr in der Pfadfinderstufe die Wölflinge.

 

wp_20161203_15_12_34_pro-2Im freiburger Stadtteil Sankt Georgen wurden am Samstag mehrere Rudel Wölflinge gesichtet. Das Besondere war nicht die Jahreszeit, die an diesem Tag mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt viel Lebendiges ruhen lässt. Oh nein, der Wölfling ist nämlich das ganze Jahr froh und munter! Das Besondere war vielmehr, dass sich Meuten aus verschiedenen Stämmen (genauer gesagt waren es zwei) zusammengefunden haben.

Gut gewärmt durch das Winterfell machten sich die 15 jungen Entdecker auf den Weg in Richtung Wildnis, gespannt, was der Tag wohl mit sich bringen würde. Kaum an der ersten Wiese angelangt, trafen sie auf den bitter schluchzenden Knecht „Simon Ruprecht“. Er bedauerte die armen Kinder, die wohl dieses Jahr vergeblich auf den Nikolaus warten würden, denn selbiger machte sich gerade nach Hawaii davon, um dort ungeniert Urlaub zu machen.

Doch Knecht Ruprecht sah einen Hoffnungsschimmer in den Wölflingen und bat um Hilfe. Wer kann da schon nein sagen…? So galt es nun, sich unter den Meuten, sowie den Nikolaus besser kennenzulernen. Wir bildeten einen großen Kreis und stellten uns mit Namen und dem, „was wir gerne wären“ vor. Durch das Wollknäuel, das ein Netz zwischen uns allen spannte, wurden wir und unsere Wünsche (die von Lieblingsspeise über Traumberufe bis hin zu magischen Kräften reichten) miteinander verbunden.

Dann durfte keine Zeit mehr verloren gehen und wir folgten den Spuren des Nikolaus. Dieser Tollpatsch hatte doch hier und da eine Hawaiikette oder gar einen Wasserball verloren. Er hatte es wohl eilig gehabt! Und wir flogen hinterher, was zumindest der wunderschöne Ausblick auf Freiburg vermuten lies!

Wir waren schon einige Zeit unterwegs, als wir in den Wald kamen. Um die dortige Verschnaufpause nicht ungenutzt zu lassen, feuerte Knecht wp_20161203_17_40_24_pro-2Ruprecht mit einem Quiz den Wölflingsehrgeiz an. Es galt leichtere und zum Teil sehr anspruchsvolle Fragen in wählbaren Kategorien zu beantworten, was auch mit Bravour gelang. So „flink“, wie sich allerdings die Gruppen untereinander auf die Antworten einigten, waren wir froh, dass wir noch gerade, bevor wir festfrohren, unseren Weg fortsetzen konnten…

Langsam aber sicher verdeutlichten die Spuren, dass der Nikolaus nicht mehr weit sein konnte. So überlegten wir uns, wie wir den gefassten Nikolaus dann auch überzeugen könnten, den schönen Schwarzwald nicht zu verlassen. Es musste ein Hawaii-Tanz her, der das warme Urlaubsgefühl hierher holte. Erstaunlich schnell fanden sich die Wölflinge ohne vorherige Absprache im Kreis zusammen und tanzten zu ihrem Schlachtruf: „Ugga, ugga, ugga, ugga! Pizza Hawaii schmeckt gut!“. Wenige Zeit später war es tatsächlich soweit, dass der Nikolaus gesichtet wurde. Obwohl sich zahlreiche Wös in seinen Mantel krallten, versuchte der Nikolaus weiterhin zu fliehen. Nur mit ihrem Tanz vermochten die Kinder ihren großen Walnuss-und-Mandarinen-Freund aufzuhalten, zum Schluss tanzte er sogar mit.

Tanzen und Jagen macht ganz schön hungrig und deshalb war es sehr schön, dass die Wös schnell ein gutes Grillfeuer machten. Es gab heißen Punsch, Würstchen, Gemüse und Stockbrot am selbstgeschnitzten Spieß. Nachdem der Hunger, wie auch die Sonne verschwunden war, machten wir in sternenklarer Nacht eine kleine Fackelwanderung, bei der wir in der Dunkelheit kurz die Orientierung verloren, dann aber auch rasch wiedergefunden haben. Zurück am Feuer machten wir es uns mit warmen Decken bequem und sangen noch ein Weilchen zum Klang der Ukulele.

Der Tag wurde im Abschlusskreis mit unserem Abschiedslied „Nehmt Abschied Brüder“ beendet.

Vom Stamm Guy de Larigaudie haben folgende mutige  Abenteurer teilgenommen: Smilla M., Béla S., Laurin L., Jonathan E. und Samuel M. von den Wölflingen und Simon M., Ronja S. und Ron S. von den Leitern.

Einen großen Dank all denen, die dafür gesorgt haben, dass das wunderbare Zweiergespann Nikolaus und Knecht Ruprecht auch dieses Jahr wieder ihre Aufgabe erfüllen werden!

Bericht von Ron.

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