Friedenslicht 2015

Erschienen am 13. Dezember 2015 in Aktion

Simon Moser

2007 als Pfadfinder in den Stamm gekommen, hat dann erst die Wölflinge geleitet und ist 2015 in die Pfadi-Leitung gewechselt. Außerdem zuständig für die Stammeskasse und die Webseite.

 

Am 13. Dezember kam dieses Jahr wie jedes Jahr wieder das Friedenslicht. In Bethlehem entzündet ist es ein Zeichen für Frieden, Freundschaft und die Verständigung zwischen Völkern und Religionen. Gerade jetzt ist so ein Zeichen sehr wichtig, deshalb dachten wir uns, dass wir doch das Licht symbolisch – auch als Willkommensgruß – in eine Flüchtlingsunterkunft bringen können.
Also trafen wir uns vormittags am Pfarrzentrum, um von dort aus mit der Bahn zur Kirche St. Albert in Betzenhausen zu fahren, wo heute das Friedenslicht von der Aussendungsfeier in Wien gebracht wurde. Vor Ort gab es einen ökumenischen Gottesdienst, der dieses Jahr sehr im Zeichen der Flüchtlingsarbeit stand. Danach wurde unsere mitgebrachte Laterne mit dem Friedenslicht entzündet. Nun machten wir uns auf zu der Flüchtlingsunterkunft in der Lörracher Straße, die meisten mit der Bahn und ein paar mit dem Auto, um Material mitbringen zu können und vor allem, weil die VAG es immer noch nicht duldet, mit einer brennenden Kerze Bahn zu fahren.
Die Autofahrer waren natürlich zuerst da und begannen damit, einen Tisch aufzubauen und ein kleines Feuer mit dem Friedenslicht zu entzünden. Da die Flüchtlinge aus Brandschutzgründen keine Kerzen mit in die Unterkunft nehmen durften, hatten wir vor, ihnen das Licht symbolisch mit Chai zu übergeben. Außerdem hatten wir noch etwas Kuchen und andere Kleinigkeiten besorgt, die wir anbieten wollten. Als dann die anderen kamen, spielten wir erst einmal ein paar Spiele, bei denen auch schnell Flüchtlingskinder mitspielten. Irgendwann hatten sich relativ viele Flüchtlinge im Hof versammelt, und mit Unterstützung von zwei Dolmetschern – von denen sich einer spontan von den mitgekommenen Eltern gemeldet hatte, vielen Dank dafür nochmal – versuchte ich, den Flüchtlingen zu erklären, wer wir sind und warum wir da waren. Danach verteilten wir den Chai – die meisten waren erstaunt, dass wir da Fruchtsaft und Gewürze reintun – und Essen und hatten dann noch einige nette Unterhaltungen mit Flüchtlingen oder auch spontan vorbeigekommenen Helfern. Als dann alles leer war, bauten wir langsam ab und fuhren mit Auto und Bahn zurück zum Pfarrzentrum, wo wir schlussendlich mit einem Abschlusskreis das ganze beendeten.

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