Kanufahrt 2014

Erschienen am 6. August 2014 in Fahrt

Ronja Schmors

Ronja Schmors

Nachdem sie schon seit den Wölflingen in Holzgerlingen bei den Pfadfindern war und dort auch leitete, ist sie jetzt durch ihr Studium nach Freiburg gekommen und leitet nach einem kurzen Zwischenhalt bei den Jupfis jetzt die Pfadis.

 

Lahn, 31.07.14-06.08.14
Am ersten Sommerferientag, dem 31. Juli 2014, begann für die Jungpfadfinder das Sommerlager. Dafür fuhren wir mit 6 Jungpfadfindern Finn B., Lucy D., Mathias D., Charlotte L., Lene P. und Janis R. und erstmal zwei Leitern, Richard B. und Ronja S., mit der Bahn von Freiburg nach Gießen. Während der Fahrt vertrieben wir uns unsere Zeit damit gemeinsam Werwolf zu spielen. Nachdem wir in Gießen mit einstündiger Verspätung angekommen waren, mussten wir noch zu unserem Lagerplatz, einem Platz der BdP, gelangen. Als wir dort erfolgreich hingefunden hatten, hieß es erstmal die zwei Kohten aufbauen und Maultaschen kochen. Diese ließen wir uns, nachdem die Zelte erfolgreich aufgebaut waren, genüsslich schmecken. Anschließend machten wir noch ein kleines Lagerfeuer und sangen ein paar Lieder mit Gitarre bis es dann auch schon ins Bett ging.
Am nächsten Morgen frühstückten wir und machten uns auf in die Innenstadt Gießens. Dort spielten die Mädchen gegen die Jungs das Stempelspiel. Bei diesem Spiel geht es darum, dass jede Gruppe so viele Stempel oder Unterschriften in den Einkaufsläden wie möglich versucht zu bekommen. Als wir uns dann nach einer Stunde wieder trafen, wetteten die Jupfis darum einmal Spüldienst vom Gewinner zu übernehmen. Die Jungs hatten Glück und mehr Stempel bekommen. Jetzt gingen wir an die Lahn, um dort zu Mittag zu essen. Nachdem sich alle gestärkt hatten, hatten die Jupfis noch etwas Zeit zur freien Verfügung in Gießen. Als wir uns wieder in der Nähe der Bushaltestelle trafen, war es Zeit für die 16-Uhr-Überraschung und es gab für jeden ein Eis. Dieses ließen wir uns schmecken und fuhren dann auch wieder zu unserem Lagerplatz. Dort angekommen kochten wir auch schon Abendessen. Es gab Reis mit Chili con Carne. Nachdem wir fertig gegessen hatten und alles gespült war, machten wir wieder ein Lagerfeuer, spielten Gitarre und sangen ein bisschen, bis es dann für alle ins Bett ging, da wir am nächsten morgen früh aufstehen mussten, um wieder alles zusammenzupacken und unsere Kanus in Empfang zu nehmen.
Am nächsten Morgen bauten wir dann in aller Frühe die Zelte ab und liefen wieder zum Bus. In Gießen angelangt begannen wir noch schnell zu frühstücken, bevor wir um zehn Uhr auch schon die Kanus übernehmen sollten. Nach erfolgreicher Übernahme der Kanus beendeten wir unser Frühstück und packten unser Gepäck um, damit das wichtigste einigermaßen wasserresistent in den Kanus verpackt war. Nachdem Richard eingekauft und die Mädchen noch unseren Wasserkanister aufgefüllt hatten, testeten wir mit den noch leeren Kanus die Bootsgasse, beluden diese und schon ging es los. Erstmal versuchten wir mit den Kanus Kreise zu ziehen, um uns mit den Kanus vertraut zu machen. Dann ging es auch schon los Richtung Wetzlar, wo unser Campingplatz für diese Nacht war. Allerdings klappte das mit dem Steuern der Kanus noch nicht ganz so gut. So wurden regelmäßig Bäume und Büsche am Flussufer mitgenommen, um von diesen mit Hilfe kreativer Wendemanöver mit Ufer- (Banden-)nutzung wieder in die Flussmitte zu gelangen. Als wir dann Mittagessen wollten, war der nächste Ausstieg mit Rastmöglichkeit leider zu weit entfernt und so aßen wir dann nach langer Diskussion bezüglich einer passenden Raststelle am Ufer der Lahn vertäut in den Kanus. Nach anstrengender und teils chaotischer Fahrt mit einigen mehr oder weniger freiwilligen Schwimmpausen, nachdem die Jupfis scheinbar einfach aus dem Kanu gefallen waren, erreichten wir den Campingplatz um acht Uhr abends. Jetzt hieß es schnell die Zelte aufbauen und die Kanus aus- und verräumen. Nachdem die Kohten erfolgreich aufgebaut waren, konnten wir endlich mit dem Kochen anfangen. Es sollte Reis mit Currygemüse geben. Vor dem Essen stieß Franzi S., auch Leiterin, zu uns, da sie an diesem Tag noch eine Klausur gehabt hatte. Als wir fertig gekocht hatten, aßen wir in gemütlicher Runde. Danach ging es ans Spülen, Bett fertig machen sowie teilweise auch duschen, da es auf dem Platz Duschen gab.
Sonntagmorgen frühstückten wir, bauten die Zelte ab und verstauten unser Gepäck. Danach wollten wir in den Gottesdienst um 11 Uhr in die, nicht gerade architektonisch wirklich schöne, Kirche St. Walburgis in Wetzlar gehen. Der Gottesdienst war thematisch passend, da der Pfarrer in seiner Predigt Bezug zu den Ministrantenreisen nahm, die von der Gemeinde aus, gerade stattfanden. Nach der Kirche hielt der Pfarrer uns zu einem kleinen Gespräch an, und wünschte uns für unsere Fahrt alles Gute. Schon begaben wir uns wieder in unsere Kanus und fuhren Richtung Solms los, wo der Zeltplatz unseres Kanuverleihs ist und unser Halt für die nächste Nacht war. Kurz nachdem wir gestartet waren trafen wir Kajakfahrer, von denen einer netterweise hilfreiche Tipps gab, wie wir besser und mit weniger Buschbekanntschaften vorankommen. Diesen Tipps hörten die Jupfis begeistert zu und probierten sie sofort aus. Ab jetzt kamen wir recht gut voran. Nach dem nächsten Wehr, bei welchem wir die Kanus zum Glück ohne Zwischenfall voll beladen die Rollbahn herunter fuhren, machten wir in dem Park, der danach lag, Mittagspause. Dort entdeckten wir Knäckebrot mit Nutoka für uns. Nach der Mittagspause war es dann aber doch schon wieder später als geplant und so mussten wir uns beeilen, um nicht viel zu spät am Zeltplatz anzukommen. Auch diesmal waren wir gegen acht Uhr am Zeltplatz angelangt. Wir luden die Kanus aus, trugen diese und das Gepäck vom Anlegeplatz hoch und bauten die Zelte auf, während Richard mit dem Kochen anfing und Franzi die Kanus putzte und verstaute. Nachdem alles fertig aufgebaut war, verräumten alle ihr Gepäck in den Zelten. Als das Essen fertig war, aßen alle mit großem Appetit die Nudeln mit Tomatensoße. Danach war es dann aber leider doch schon wieder später und es machten sich alle fertig und krochen erschöpft in ihren Schlafsack.
Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich früher loskommen. Jedoch hatten wir nicht mehr genug zu frühstücken und unser letztes Brot hatte nachts auch noch eine Maus angeknabbert. So ging Richard mit Mathias und Finn zum nächsten Supermarkt während Franzi und Ronja, zusammen mit den anderen Jupfis das Gepäck verstauten und sich um die leider noch nassen Zelte kümmerten, sodass diese bis nach dem Frühstück hoffentlich getrocknet wären. Als wir dann endlich frühstückten, waren die Zelte fast trocken und der Großteil des Gepäcks schon in die Kanus geladen. Deshalb verstauten wir nach dem Frühstück zügig das restliche Gepäck in den Kanus. Dann fuhren wir vergleichsweise früh los, hatten aber auch eine etwas längere Fahrt von 18 Kilometern vor uns. Die ersten fünf Kilometer kamen wir recht zügig voran bis wir unter einer Brücke Mittagspause machten. Nach der Mittagspause war bei fast allen die Luft raus und wir kamen teilweise recht schleppend voran, erreichten dann aber den Jugendzeltplatz bis halb sechs. Kurz vorher hatte sogar noch ein vorbeiziehendes Gewitter unsere Fahrt verzögert. Da wir an diesem Abend gerne alle zusammen grillen wollten, ging Ronja, nachdem wir die Kanus und das Gepäck aus dem Wasser geholt hatten, auf die Suche nach einem Supermarkt, um Grillgut zu kaufen. Da die Supermärkte allerdings sechs Kilometer vom Zeltplatz entfernt waren, wie sich dann herausstellte, verzögerte sich der Einkauf ein wenig. Da das Wetter mittlerweile sehr wechselhaft war, und es zwischendrin geregnet hatte, beschlossen wir die Würstchen auf dem Benzinkocher in der Leiterkohte zu braten. Dort saßen wir dann gemütlich zusammen und aßen Nudelsalat, Nürnberger Würstchen und kleine Fladenbrote. Später schlüpften alle erschöpft in ihren Schlafsack.
Am nächsten Morgen packten wir so schnell es ging alles zusammen, frühstückten und fuhren los. Wir hatten heute die längste Etappe vor uns und den zusätzlichen Druck um 17 Uhr am Campingplatz zu sein, damit die Kanus rechtzeitig abgeholt werden konnten. Die ersten zehn Kilometer kamen wir aber nur schleichend voran, da mittlerweile alle ziemlich erschöpft waren. Nach der Mittagspause bei der, für unsere Fahrt, letzten Schleuse hatten aber alle wieder Energie getankt, und so kamen wir zügig voran, sodass wir um halb vier am Zeltplatz waren. Wir luden unser Gepäck aus, trugen es zum Zeltplatz und versorgten die Kanus. Dann bauten wir die Zelte auf. Als die Kohten standen, gingen wir in der Lahn schwimmen. Allerdings war dies doch schwerer als erwartet, da man nur schwer gegen die Strömung anschwimmen konnte, was das schwimmen ziemlich einschränkte. Danach duschten alle bevor es Abendessen gab. Wir aßen wieder alle zusammen in der Leiterkohte. Es gab Kartoffelpüree mit Zwiebeln, Paprika und Gulasch. Nach dem Essen sangen wir noch ein paar Lieder. Dann hieß es für alle die letzte Nacht in der Kohte schlafen zu gehen, um am nächsten Morgen frisch und munter das Gepäck zusammenzupacken und zum sehr abgelegenen Bahnhof zu laufen.
Am nächsten Morgen packten wir alles zusammen und liefen zum Zug. Nach einer längeren Zugfahrt sind alle wieder wohlbehalten, wenngleich auch erschöpft, in Freiburg angekommen.

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