Stammespfingstlager 26.-29.05.2023

geschrieben von Thomas "Tommy" Gröschel am 21. Juli 2023

Nach etlichen Stufenaktionen, -fahrten und –lagern war es uns nach vier Jahren endlich wieder Zeit für ein gemeinsames Lager im Stamm. Am Freitag des langen Pfingstwochenendes trafen wir uns am Wiehrebahnhof, um mit Bus und Bahn in das nahegelegene Dreisamtal auf den Jugendzeltplatz Stübledobel bei Oberried zu fahren.

Bevor wir jedoch unsere Zelte aufschlagen konnten, ging es für uns auf der falschen Seite des Tals den Berg hinauf um dort festzustellen, dass wir zwar bereits in der Nähe des Platzes, jedoch einige Höhenmeter zu weit oben waren.

Wir kehrten um und waren mit dem richtigen Ziel vor Augen dann doch flott auf dem Platz. Dort konnten wir noch gut und entspannt die Zelte aufbauen, ehe das Küchenteam uns das erste von vielen guten Essen (Wraps) bescherte.

Nach einer kleinen Lagereröffnung ließen wir den ersten Abend mit Gitarre und Gesang am Lagerfeuer ausklingen.

Nach einer kühlen Nacht brach der erste volle Lagertag an, wenn auch noch etwas verschlafen. Vielleicht war auch das der Grund weshalb Vivi aus unserem Küchenteam beim „Komm mit, lauf weg“-Spiel zwei Mal (!) über die feuchte Wiese schlitter und am Ende noch aus den offenen Wanderstiefeln geflogen ist.

Etwas wacher ging es nach der Morgenrunde zum Frühstück um anschließend den Tag mit der ersten Runde Workshops zu beginnen.

Bei Ronja lernten wir etwas über das Feuer machen und welche Möglichkeiten es neben Feuerzeug und Streichholz gibt. In Kleingruppen wurden die so gelernten Fähigkeiten ausprobiert und geschaut wie schnell man es schafft ein kleines Lagerfeuer zu entfachen.

Beim zweiten Workshop an diesem Vormittag konnte man mit Ron zusammen sich ein kleines Lagerbüchlein gestalten und binden. Mit Mosaik-Farben wurden kunstvolle Einbände gestaltet und auch die ersten Wildpflanzen wurden getrocknet um diese einzuarbeiten.

Zum Mittag wurden wir mit leckeren Falafel zum Vesper verwöhnt, bevor wir im Schatten Schutz vor der Mittagssonne suchten und etwas entspannten.

Frisch mit Sonnschutz eingecremt starteten wir am frühen Nachmittag eine große gemeinsame Runde Brennball. Leider waren wir etwas vom Zeltplatz eingeengt, sodass viele gute Treffer im Aus gelandet sind und somit nicht zählten, was dem Spaß keinen Abbruch tat. Zwischendurch freuten wir uns noch über frischen Kuchen und noch frischere Wassermelone, welche uns das Küchenteam vorbeibrachte. Nach der Partie mit viel Action war erstmal Freizeit angesagt, welche von vielen im Wald beim Naturerleben oder schnitzend am Lagerfeuer verbracht wurde. Auch wurde das XXL Jenga, welches wir uns vom Diözesanbüro ausgeliehen haben, mit Freude bis unter das Jurtendach gestapelt oder in einer kleinen Gruppe Volktänze getanzt. So raste auch die Zeit und ruckzuck war auch schon wieder Showtime für das Küchenteam, welches uns mit Linseneintopf und Bratkartoffeln überraschte.

Die Teller leer, die Bäuche voll zog es uns kurz nach dem Essen wieder zur wärmenden Feuerstelle, denn nach den heißen Sonnenstrahlen, kühlte es Abend schon wieder merklich ab.

Nach diesem aktionsreichen Tag trieb es viele Kinder deutlich früher in den Schlafsack, sodass nur noch eine kleine Handvoll den Tschai-Ansatz zur Mitternachtsstunde mitbekommen hat.

Um die Schlittergefahr und Fallhöhe in der zweiten Morgenrunde zu reduzieren wurde eine Runde „Arschhirnkrabben“ gespielt, bevor es wieder an den Frühstückstisch ging. Das Frühstück wurde jedoch abrupt durch einen Unfall mit dem heißen Teewasser und einem darauffolgenden Notfalleinsatz unterbrochen. Wir hatten Glück und es ist nicht weiter schlimmeres passiert, sodass wir das Lager mittags wieder mit allen Teilnehmenden auf dem Platz fortführen konnten, dennoch merkte man, dass es uns alle etwas aus der Bahn geworfen hat.

Nach dem morgendlichen Durcheinander ging es mit dem zweiten Teil der Workshops weiter. Bei Doro und Tommy konnte man was über Orientierung mit Karte und Kompass lernen und anschließend bei einer kleinen Schnitzeljagd unter Beweis stellen.

Anschließend wurde bei Ananda Halstuchknoten und wiederverwendbare Wasserbomben gebastelt, bevor es mit dem Mittagessen (Vesper und Sandwiches) in die Mittagspause ging. 

Am Nachmittag starteten die Wös und Jupfis in die Versprechendvorbereitung, während die Pfadis sich um den Versprechensplatz kümmerten. Zwischen den Vorbereitungen bot sich aber noch genug Zeit für eine kleine Wasserschlacht mit den neu gebauten Wasserbomben.

So verging auch der zweite Nachmittag wie im Flug und während die Versprechensvorbereitungen noch am Laufen waren, wurde bereits der Grill angeheizt, denn zum Abendessen zauberten uns Bestami, Ronja und Vivi ein Grill-Menü vom Feinsten! Gut gestärkt ging es in das Abendprogamm, welches mit einem Bunten Abend anfing. Smilla und Jasper moderierten uns durch ein unterhaltsames Programm aus Pantomine-Flüsterpost, Papierfaltkunst und einer Pfadi-Projekt-Präsentation, bevor wir mit einsetzender Dämmerung zum Versprechen übergingen.

In einem kleinen Waldstück hinter dem Lagerplatz legten Wös und Jupfis ihr Versprechen ab. Anschließend ging es gemeinsam mit allen wieder zum Lagerfeuer, an dem es noch Erdbeerjoghurt und den zuvor angesetzten Tschai gab – natürlich mit einer entsprechenden Tschai-Beschwörung, ist doch klar!

Bei sinkenden Temperaturen wurde der Abend dann wieder am wärmenden Feuer ausklingen gelassen, bevor es für alle in die Zelte ging.

Der letzte Tag startete wie die anderen – Aufstehen, Morgenrunde, Frühstück (ohne Notfalleinsatz). Mit frisch geputzten Zähnen und einem Schluck Wasser gegen die letzte Müdigkeit ins Gesicht, ging es mit dem Abbau los. Rucksäcke packen, Zelte falten, Küche & Sanitärräume putzen – ganz klar, es lab Aufbruchsstimmung in der Luft. Nachdem die lästige aber notwenige Arbeit gemacht war, konnte man noch etwas am Bach entspannen und dem Wasser beim Plätschern zuhören, bevor es dann wieder zurück nach Freiburg ging.

Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde war dann doch auch schon wieder das Pfingstlager vorbei und die Vorfreude auf die nächsten Aktionen geweckt.

Thomas "Tommy" Gröschel

Thomas "Tommy" Gröschel

Im Mai 2000 hat Tommy als Wölfling im Stamm angefangen, alle Stufen durchlaufen und wurde 2008 Teil der Leiterrunde. Nach einigen Jahren in der Pfadfinderleitung wechselte er 2013 zur Roverstufe, bei denen er bis 2020 die Roverrunde „Schelle“ und „Goldfische“ begleitete. Zusätzlich zur Stufenleitung war er von 2012 bis 2021 im Stammesvorstand aktiv, anschließend wurde er NaMi-Beauftragter und Teil des IT-Teams des Stammes. Von Frühjahr 2022 bis Sommer 2023 übernahm er wieder eine Leitungsfunktion im Pfaditrupp.
Auf Bezirksebene war er von 2018 bis 2022 Teil des Rover AK und wurde 2020 Stufenreferent. Seit 2022 ist er Mitglied und Referent des AK Motivation & Vernetzung.
Auf Diözesanebene ist er seit 2021 Mitglied des Rover AK.